{"id":753,"date":"2021-11-15T20:16:04","date_gmt":"2021-11-15T20:16:04","guid":{"rendered":"https:\/\/yoga-nbg.de\/?page_id=753"},"modified":"2025-12-06T16:24:13","modified_gmt":"2025-12-06T15:24:13","slug":"beitraege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/yoga-nbg.de\/?page_id=753","title":{"rendered":"Beitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Beitr\u00e4ge f\u00fcr das Jahr 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-1aa6bbe674482b9caa3de3f8d9845db4\"><em>\u201eWenn du Befreiung suchst, dann entwickle Toleranz, Aufrichtigkeit, Mitleid, Zufriedenheit und Wahrhaftigkeit.<\/em> <em>Wenn du nur im Bewusstsein verweilst, dann wirst du sofort gl\u00fccklich, zufrieden und frei.<\/em> <em>Recht und Unrecht, Freude und Leid sind Sch\u00f6pfungen des Geistes und ber\u00fchren dich in deinem innersten Selbst nicht. Du bist weder der Handelnde noch der Empfangende. Du bist immer frei. <em>Die Ursache deiner Bindung ist, dass du dich in die Dinge verstricken l\u00e4sst und das Bewusstsein als Zeuge verloren hast.<\/em> Du glaubst der Handelnde zu sein. Trinke das Gegenmittel des Vertrauens in den Prozess des Lebens und in Gott; sei gl\u00fccklich, denn du bist nicht der Handelnde.<\/em> <em>Verstehe, dass du reines Bewusstsein bist. Sei gl\u00fccklich und frei von Sorge und Leid. Du bist Gl\u00fcckseligkeit. H\u00f6chste Gl\u00fcckseligkeit. Bewusstsein bist du, deshalb sei froh.<\/em> <em>Wenn du dich als frei erkennst, bist du frei. Wenn du dich als unfrei erkennst, bist du unfrei. Du bist was du denkst!\u201c<\/em> (Ashtavakra Gita)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\">\u201eDas neue Jahr sei ein Jahr des Lichtes, der Liebe und des Schaffens. Bringe den Menschen die Krone des Lebens und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein. Setze dem \u00dcberfluss Grenzen und lasse die Grenzen \u00fcberfl\u00fcssig werden. Gib allem Glauben seine Freiheit und mache die Freiheit zum Glauben aller. Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehem\u00e4nner dagegen an ihr erstes. Lasse die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute. Gib den Regierungen ein besseres Deutsch und den Deutschen bessere Regierungen. Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde. Gib den Gutgesinnten eine gute Gesinnung; lasse die Wissenschaft Wissen schaffen. Und lasse die, die rechtschaffen sind, auch Recht schaffen. Lasse uns nicht vergessen, dass wir alle von Gottes Gnaden sind und dass alle allerh\u00f6chsten Menschen Demokraten waren. Gib unserem Verstand Herz und unserem Herzen Verstand, auf dass unsere Seele schon hier selig wird. Sorge daf\u00fcr, dass wir alle in den Himmel kommen &#8211; aber noch lange nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-43f5eeb47992f423788ec906005eba77\">W\u00fcnsche eines Dorfpfarrers in Mecklenburg, die er in seiner Neujahrspredigt am 1. Januar 1864 \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/55 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-0cea6866fd1b5ddfc91899f72c4e3b57\">Die Sinne, so sagt das Bild der Bhagavadgita, sind die Pferde, die unseren Lebenswagen ziehen. Die Z\u00fcgel sind der Wille, mit dem wir sie anschirren und im Zaum halten. Es ist dabei wichtig, was wir \u00fcberhaupt mit unseren Sinnen wahrnehmen wollen; es braucht eine Aufmerksamkeitssteuerung bzw. \u2013kontrolle. Denn nicht alles, was wir z. B. sehen k\u00f6nn(t)en, ist es wert bzw. ist gut f\u00fcr unsere Seele (citta\/Keimspeicher). Es ist dann nat\u00fcrlich entscheidend, wie wir auch unsere inneren Sinne im Zaum halten k\u00f6nnen. Wenn wir im Asana (Meditationssitz) sitzen und unseren Geist fokussieren, wie lange halten wir das aus? Hindern uns innere Bilder an einer tiefen Versenkung? St\u00f6ren sie uns sogar so sehr, dass wir ihnen folgen und die \u201eMeditation\u201c abgebrochen wird? Diese Zweiheit aus erstens Bewusstmachung unserer Sinnest\u00e4tigkeit und zweitens die (geduldige, anhaltende) Bem\u00fchung, die Sinne anzuschirren, etwa indem wir uns auf unseren Atem, das Mantra OM etc. fokussieren und uns davon durch \u00e4u\u00dfere oder innere Reize nicht von dieser Verbindung abbringen lassen, f\u00fchrt zu jener \u201eh\u00f6chsten\u201c Sinneskontrolle, von der das Sutra spricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">[N\u00e4heres sowie konkrete \u00dcbungen am <a href=\"https:\/\/yoga-nbg.de\/?page_id=581\" data-type=\"page\" data-id=\"581\"><strong>S\u016btra-Abend mit Dr. Christian Schmidt<\/strong><\/a>]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/54 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-664ad1f2e6395f81e54a78d3fe33fab3\">Nach der Besch\u00e4ftigung mit den drei \u201eGliedern\u201c unseres Geistes (Citta) ist deutlich geworden, dass der \u201eVerwalter\u201c (Manas), der einsammelt, eine \u00e4hnlich wichtige Aufgabe hat, wie der \u201eKanzler\u201c (Buddhi). Denn der Zustand unseres Geistes h\u00e4ngt wesentlich davon ab, womit sich unsere Sinne verbinden. Als Yoga-\u00dcbende kommt es also darauf an: Was schauen wir uns an? Was lesen wir? Was h\u00f6ren wir uns an? Wie sehr sind wir auf das Au\u00dfen fixiert? Dass das Au\u00dfen auf uns wirkt, hat sich im Austausch gezeigt. Es geht um den rechten Umgang damit. Beispiel Sehsinn: Unsere Augen nehmen Bilder auf. Wenn wir die Augen schlie\u00dfen, entsteht \u2013 allein durch das Schlie\u00dfen der Augen \u2013 keine bilderlose Innenwelt. Der innere Sehsinn zeigt uns Bilder, mit denen der Geist weiter verbunden ist. Auch davon muss man sich abl\u00f6sen. Bei dem Glied \u201eAsana\u201c geht es darum, einen Sitz zu finden, der es erlaubt, sich in das \u201eAll-Ewige\u201c zu versenken. Die Zeit, die wir hierf\u00fcr nutzen, bedeutet auch ein Zur\u00fcckziehen der Sinne und \u00f6ffnet eine T\u00fcr in die Erfahrung \u201eEs gibt was Besseres in der Welt.\u201c Frieden und Stille und von den \u00e4u\u00dferen Sinnen erfahrbare Gl\u00fccksmomente geh\u00f6ren dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/53 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-aedf46f1dfb3724d74a8adea4fb686b9\">Durch die Atem\u00fcbungen wird zum einen die Verh\u00fcllung des Lichts abgetragen und zum anderen gleichzeitig die F\u00e4higkeit zu einer (tiefen, anhaltenden) Konzentration erlangt. Diese erh\u00f6hte Konzentration (dh\u0101ra\u0146\u0101) ist das drittletzte Glied des Achtgliedrigen Pfades. Bei der \u00dcbersetzung der Sutra steht im Deutschen f\u00fcr das, was die F\u00e4higkeit zur Konzentration erlangt, nur das Wort \u201eGeist\u201c zur Verf\u00fcgung. Die Sprache des Yoga ist \u2013 wie immer, wenn es um Bewusstsein geht \u2013 weitaus differenzierter. Danach besteht das Citta (das wir ebenfalls idR mit \u201eGeist\u201c \u00fcbersetzen) aus den drei Konstituenten: Manas, Aha\u1e43k\u0101ra und Buddhi. W\u00e4hrend Aha\u1e43k\u0101ra der \u201eIch-macher\u201c in unserem Geist ist, ist &nbsp;Buddhi die Urteilskraft. Manas dagegen ist das \u201et\u00e4gliche Werkzeug\u201c des Geistes, etwa das, was aufnimmt, z\u00e4hlt, misst, wiegt, sortiert u.\u00e4.. Es ist der unruhige Teil unseres Geistes. Es ist verantwortlich f\u00fcr das Springen unseres Geistes von einem zum anderen, f\u00fcr das, was uns vom H\u00f6lzchen auf das St\u00f6ckchen kommen l\u00e4sst. Es beurteilt nicht (das w\u00e4re Buddhi), sondern sammelt das Gesehene, Geh\u00f6rte, Gef\u00fchlte \u2026 in einer \u201eVorkammer\u201c unseres Geistes. Verarbeitet wird es dann erst durch Buddhi, wenn man es dazu kommen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/52 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-418ae9ff44c0d72586241402b0c3b2c3\">Durch Pranayama wird die Verh\u00fcllung des Lichts abgetragen. Das hei\u00dft, wir sind durch unseren \u201eGeist\u201c (citta) von dem Licht (Sanskrit: prak\u0101\u015ba) getrennt, das im Zustand von Samadhi (Erleuchtung) hervorbricht und das mit seiner Kraft den letzten Rest an Verh\u00fcllung zur Seite fegt. Unser Geist, insbesondere mit seinen tamas- und rajas-Einf\u00e4rbungen, wirkt wie eine H\u00fclle oder Decke (Sanskrit: \u0101vara\u0146am). Darauf hindeutende \u00dcbungserfahrungen zeigen: Ein \u201everknoteter\u201c Geist oder ein fixiertes Denken kann durch Pranayamas aufgel\u00f6st werden. Hinzu kommt die Verst\u00e4rkung der Konzentrationsf\u00e4higkeit, mit der sich der Geist mehr und mehr in der Tiefe verankern kann. Von dieser Ebene aus sind dann die vorher vorherrschenden \u2013 belastenden bzw. nicht zielf\u00fchrenden \u2013 Gedanken unwirksam (geworden). Wie schon Seneca sagte, verbringen wir die meiste Zeit damit, dass wir die falschen Gedanken haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/51 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-16cfb85717c14f0e95ec1317a73f3f02\">Diese Sutra wird im Kontext der folgenden Sutren verst\u00e4ndlich und beschreibt auch die \u00dcbungserfahrung aus den Pranayama-\u00dcbungen der Sutren II\/49 und 50. Wenn wir den Atem durch die Nase einziehen, sp\u00fcren wir den \u00dcbergang von au\u00dfen nach innen, und wir sp\u00fcren den Atem \u201einnen\u201c in den Atemwegen und in der Lunge. Der Atem kommt von au\u00dfen und geht nach innen \u2013 und kommt von innen und geht wieder nach au\u00dfen. Die n\u00e4chste Stufe des Achtgliedrigen Pfads ist Praty\u0101h\u0101ra, \u201eZur\u00fcckziehen der Sinne\u201c, das mit den PY vorbereitet wird und bereits in diesen \u00dcbungen erfolgt, da sie idealweise mit geschlossenen Augen und mit nach innen gerichtetem Geist vollzogen werden. Auf dieser Stufe wird das Ausschalten der \u00e4u\u00dferen Sinne zum Programm, und die Wahrnehmung verlagert sich g\u00e4nzlich nach innen. Wenn wir etwa den Sehsinn nehmen, bedeutet das, die Augen zu schlie\u00dfen. Damit werden die \u00e4u\u00dferen Sinne \u201eausgeknipst\u201c. Aber die inneren Sinne sind noch eingeschaltet. Wir k\u00f6nnen innere Bilder sehen (Normalfall), die von Raum und Zeit unabh\u00e4ngig sind. Es kann sich um Bilder aus der Vergangenheit handeln oder Vorstellungen, die in der Zukunft liegen. Es k\u00f6nnen auch Bilder sein, die mit der Realit\u00e4t gar nichts zu tun haben. \u00dcbertragen auf PY bedeutet das, dass sich die Trennung zwischen au\u00dfen und innen aufl\u00f6st und \u00fcberschritten wird. Diese tiefere Bedeutung von PY ist ihr eigentliches Wesen, da es eben nicht um Atem-Kontrolle, sondern um Prana-Kontrolle geht. Und bekanntlich haben die Nadis als Energiebahnen ihr eigenes Netz und sind getrennt von den Atemwegen. Durch geduldiges regelm\u00e4\u00dfiges und gewaltfreies \u00dcben, verlagert sich der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins nach innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/50 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6a48f17e40e44d3dd271585a7186b28b\">Um es noch einmal zu sagen: Die Atem\u00fcbungen sind in ihrem Kern Lebensenergie\u00fcbungen. Es wird zwar der Atem gehemmt bzw. geregelt und beeinflusst; aber es geht dabei nicht um Luft und Sauerstoff, sondern um Pr\u0101\u1e47a (Vitalenergie), das nicht nur in den Atemwegen flie\u00dft, sondern den ganzen K\u00f6rper durchzieht und in den sogenannten Nadis flie\u00dft. Dabei ist dreierlei von Bedeutung: 1. Normalerweise sind die Nadis nicht gereinigt und daher weniger durchl\u00e4ssig und teilweise \u201everstopft\u201c (vergleichbar Siphon). 2. Der Mensch hat dadurch weniger Lebenskraft. 3. Die Durchl\u00e4ssigkeit ist unterschiedlich; dadurch ist unser Wesen (citta) nicht im Gleichgewicht. Dies kann sich in \u00dcberaktivit\u00e4t (rajas) oder Unteraktivit\u00e4t (tamas) \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-757f90acfd24141fe80fdbc82eb467c8\">Es ist zu beachten, dass hier ein behutsames und gewaltfreies \u00dcben erfolgen sollte, da der Atem auch den Zustand unserer (gegenw\u00e4rtigen) Pers\u00f6nlichkeit ausdr\u00fcckt. Fortschritt auf dem Yoga-Weg ist kein \u201eInstant\u201c-Programm, sondern erfordert Geduld und Beharrlichkeit. Sutra II\/50 verwendet im Sanskrit-Orginal das Wort \u201es\u016bk\u1e63ma\u1e25\u201c. Es bedeutet angenehm, leicht. Darauf ist zu achten. Des Weiteren will die Sutra das \u00dcben von Pr\u0101\u1e47\u0101y\u0101ma in eine anhaltende \u00dcbungsstruktur bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Yoga-S\u016btra II\/49 (Pata\u00f1jali)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-fd4d46952491101cc516384bd0cddf8b\">Die richtige Sitzhaltung und das Bem\u00fchen um eine Verankerung in \u201eder Tiefe des Seins\u201c sind ein wesentliches Element der Praxis des Raja-Yoga. Danach erfolgt eine Kontrolle der \u201eLebensenergie\u201c (Prana) = Pranayama sagt Sutra II\/49. Atmen ist Leben! Aber der Atem ist an der Schwelle zwischen Bewusstsein und Unbewusstem. Wir sind uns die meiste Zeit unseres Atems nicht bewusst. Diese Sutra geht aber \u00fcber die Bewusstmachung des Atems hinaus und verlangt eine Kontrolle des Atemstroms. Patanjali bleibt hier noch unbestimmt, was genau ge\u00fcbt werden soll. Er gibt insbesondere keinen konkreten Rhythmus vor, wie wir es vom Hathayoga kennen. Die Sutra macht jedoch klar, dass es mit der Hemmung bzw. Steuerung des Atems zu einer Kontrolle von Prana kommt. Wie Prana durch unseren K\u00f6rper in den Energiebahnen (Nadis) flie\u00dft, hat Einfluss auf unser Denken und unsere geistige Verfassung. Wir kennen das: Wenn wir emotional erregt sind, wird unser Atem kurz und flach oder er stockt sogar. Wenn wir uns in solchen Situationen unseren Atem bewusst machen (k\u00f6nnen) und ihn unter unsere Kontrolle bringen, indem wir jeden Atemzug verl\u00e4ngern und den Atem vertiefen, so l\u00f6sen wir uns aus dieser prek\u00e4ren emotionalen Lage. Zu beachten ist aber, dass hier ein behutsames und gewaltfreies \u00dcben erfolgt, da der Atem auch den Zustand unserer (gegenw\u00e4rtigen) Pers\u00f6nlichkeit ausdr\u00fcckt. Fortschritt auf dem Yoga-Weg ist kein \u201eInstant\u201c-Programm, sondern erfordert Geduld und Beharrlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Um zu erwachen, sitze ruhig da<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>und lass dir Atemzug f\u00fcr Atemzug<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>den Geist kl\u00e4ren und das Herz \u00f6ffnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Dieser dem Buddha zugeschriebene Satz beinhaltet f\u00fcr mich alles, was ich im Pranayama-Kurs vermitteln m\u00f6chte:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eUm zu erwachen\u201c<\/strong> \u2013 das ist das, worauf wir hinarbeiten, der Grund, warum wir \u00fcben: Erkennen, was \u201emenschengemacht\u201c ist &#8211; und was ewig. Was Wahrheit ist \u2013 und was Illusion.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201esitze ruhig da\u201c<\/strong> \u2013 das bedeutet: Die <em>citta vrittis<\/em> sind verschwunden \u2013 zumindest beruhigt \u2013 sodass sie nicht st\u00f6ren; einen nicht forttragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wir erleben die Stille. Die Stille als Kraftquelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir \u201eruhig dasitzen\u201c, dann sind wir mit dieser Kraftquelle verbunden; wir sind \u201eruhig\u201c und wir sind \u201eda\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eund lass Dir Atemzug f\u00fcr Atemzug\u201c<\/strong> \u2013 durch den Fokus auf den Atem gelingt das Sammeln auf einen Punkt: Atemzug f\u00fcr Atemzug bleibe ich beim Atem: Ich atme ein. Ich atme aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Atem ist Leben. Mit der Beobachtung des Atems haben wir Zugang zum SEIN.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eden Geist kl\u00e4ren\u201c<\/strong> \u2013 mit dem Fokus auf den Atem wird der Geist gekl\u00e4rt \u2013 Gedanken und Gef\u00fchle, in die wir uns sonst \u201everwickeln\u201c, wird die Nahrung entzogen und es ergibt sich sozusagen von selbst, dass wir Zugang zur Wahrheit bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eund das Herz \u00f6ffnen\u201c<\/strong> \u2013 wenn die Kl\u00e4rung des Geistes gl\u00fcckt, wenn die Geistesschulung Wirkung zeigt, dann \u00f6ffnet sich das Herz und wird weit. Das Herz als Ort der g\u00f6ttlichen Kraft, des universellen Bewusstseins, des reinen SEINs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#8a4679\">[N\u00e4heres sowie konkrete \u00dcbungen im <a href=\"https:\/\/yoga-nbg.de\/?page_id=581\" data-type=\"page\" data-id=\"581\"><strong>Atem-Kurs (pr\u0101\u1e47\u0101y\u0101ma) mit G\u00fcnter Schumacher<\/strong><\/a>]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#dbc2d4\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitr\u00e4ge f\u00fcr das Jahr 2026 \u201eWenn du Befreiung suchst, dann entwickle Toleranz, Aufrichtigkeit, Mitleid, Zufriedenheit und Wahrhaftigkeit. 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